Schach - Wettkämpfe auf 64 Felder
Chronik
Vier schachbegeisterte Mitarbeiter einer Druckerei in Berlin - Mitte, in der Schlegel, gründeteten am 16.November 1951 einen Verein, der sich der Betriebssportgemeinschaft Rotation Berlin anschloß. Die jetzt zweiälteste Sektion in der fünfzigjährigen Rotations –
Chronik, 1960 geleitet von Walter Tölg , hat eine bewegte Geschichte, gekennzeichnet von zahlreichen großen Erfolgen , bitteren Niederlagen und kritischeen Situationen .
Wie jeder Neuling, so fing auch der kleine Haufen in der Saison 1952/ 53 ,, im tiefen Keller ´´ ,dass in der 3.Kreisklasse an . Aber schon nach wenigen Jahren waren wir mit der 1.Mannschaft in der Bezirksliga und wurde 1959 erstmalig Berliner Meister und gleichzeitig Pokalsieger.
Der Leistungszuwachs und die von 1960 bis 1967 durchgeführten mehrwöchigen Turniere für nichtorganisierten Schachspieler unter dem Motto,, Schach für jedermann “ brachte viele Mitglieder , so dass mehrere Mannschaften an den Berliner Meisterschaften teilnahmen . Ein neuer Höhepunkt war dann 1968, als zum zweitenmal das Double gelangt: Berliner Meister und Pokalsieger und Aufstieg in die DDR Liga. Wahrend sich die „ Erste “ ab 1972 in die DDR Oberliga festsetzte, folgten weitere Rotation – Mannschaften mit elf Berliner Meistertiteln, zahlreiche Pokalsiegen und Stammplätzen in der DDR Liga. Die erfolgreiche Sektion wurde 1982 mit dem Titel „ Vorbildliche Sektion des Deutschen Schachverbandes der DDR “ ausgezeichnet und bestand 1989 aus 154 aktiven Mitgliedern ( Männer , 13 Frauen , 13 jugendliche sowie 8 Mädchen und 34 Jungen ) , die in 21 Mannschaften an den Punktspielen in verschiedenen Leistungsklassen teilnahmen .
Jugenderfolge
Auch international waren die Rotationer tätig. Als 1967 der erste Auslandsstart in Prag stattfand , war das der Auftakt zu regelmäßigen freundschaftlichen Begegnungen vor allem mit TJ Gottwaldo ( Zlin ) und der Mannschaft aus Brno , Karlovy Vary , Lodz , Olomouc , Ostrava , Prag , Sofia , Warschau und Wroclav .
Ein besonderes Merkmal der Sektion ist die von Werner Lange seit 1966 intensiv geführte Nachwuchsarbeit. Nicht nur die sportlichen Ergebnisse wie jährliche Berliner Titelgewinne (erstmals 1969 ) in verschiedenen Altersklassen oder der achtmalige Sieg bei DDR Meisterschaften der Jugend und Schüler mit mehrmaligen Gewinn des DDR Pokals sind hervorragend , sondern auch eine ganze Reihe starker Spieler ist aus diesem erfolgreichen Training hervorgegangen und sie bestimmen jetzt in hohem Maße die Leistungsstärke der Sektion .
Werner Lange
Ein besonderes Merkmal der Sektion ist die von Werner Lange seit 1966 intensiv geführte Nachwuchsarbeit. Nicht nur die sportlichen Ergebnisse wie jährliche Berliner Titelgewinne (erstmals 1969 ) in verschiedenen Altersklassen oder der achtmalige Sieg bei DDR Meisterschaften der Jugend und Schüler mit mehrmaligen Gewinn des DDR Pokals sind hervorragend , sondern auch eine ganze Reihe starker Spieler ist aus diesem erfolgreichen Training hervorgegangen und sie bestimmen jetzt in hohem Maße die Leistungsstärke der Sektion .
Internationale Erfolge
Auch international machte der Nachwuchs von sich reden. Als 1972 der Sieg im Große der Preis CSSR vor den Auswahlmannschaft der Sowjetunion und Bulgarien und weiteren vier Teilnehmern gelang. Besonders bemerkenswert ist das seinerzeit einzigartige Schülerturnier ( bis 14 Jahre) welches von den Rotationern selbständig in den Jahren
1974 bis 1980 jährlich mit über 20 Teilnehmer aus sechs Ländern durchgeführt wurde.
Frauenschach
Schon 1960 entstand eine Frauenmannschaft, die aber nur sporadisch an Meisterschaften
Teilnahm. Erst als der heutige Alterspräsident der Sektion, Klaus Heyne ( 78 ), in den siebziger Jahre mit der regelmäßigen Betreuung von Mädchenmannschaften den Schachbetrieb erweitertete kamen die Rotationer auch in diesem Bereich vorwärts.
1983 – nach fast zwanzigjähriger Pause – waren die Frauen wieder in der DDR Liga, schafften 1986 den Aufstieg in die Oberliga und krönten diesen langen Weg mit dem in der Saison 1990/91 letztmalig vergebenen DDR Meistertitel. In der neugegründeten Damen-Bundesliga gelang bald darauf der 2. Platz, es folgten zwei dritte Plätze, sie gewannen den Deutschland – Pokal, wurden einmal Zweite im Pokal und spielen als einzige Mannschaft ohne ausländische Einkäufe in der Bundesliga eine beachtliche Rolle .
Männermannschaften
Auch die Männern und im Nachwuchs hat die Sektion die schwierigen Jahren nach der Wende sportlich gut bewältigt. Nach Jahren in der 2. Bundesliga gehört die Erste zur Spitze der Oberliga. Die drei folgenden Mannschaften kämpfen in den höchsten Berliner Spielklassen ( Landesliga, Stadtklasse, 1.Klasse ) um Punkte. Fünf weitere Mannschaften nehmen an den Männer – Meisterschaften in unteren Klassen teil. Der Nachwuchs vertritt Rotation seit 1992 in der Jugend – Bundesliga und erreichte 1998 beim Finale der besten Teams Deutschlands den 5. Platz. Die Mannschaft U 13 wurde 1994 bei der Norddeutschen Meisterschaft Dritter und bei der Deutschen Vierter. 1996 gewann die Mannschaft U 15 die Norddeutsche Meisterschaft und wurde danach Deutscher Vizemeister.
Es ist eine lange Geschichte von 1951 bis 1999.Viele Persönlichkeiten prägten diese Jahre und viel, sehr viel ist geschehen und nur wenige konnten erwähnt, nur wenig konnte im Überblick erzählt werden.
Aber von den heute 99 Mitgliedern ist eine große Zahl jahrzehntelang, zum Teil von Jugend auf dabei und bewahrt unvergesslich Erlebnisse - nur am Schachbrett – bewahrt das Auf und Ab mit „ ihrem Verein “. Auszug 50 Jahre Rotation Berlin Walter Tölg
Walter Tölg
Die Rotationer nahmen Abschied von einem leidenschaftlichen Schachspieler und unermüdlichen Schachorganisator.
Am 30.10.2002 verstarb unser Schachfreund Walter Tölg,
„ Wir haben mit Walter nicht nur einen Menschen, Freund, Kamerad sondern auch einen Schachspieler, der seine ganze Kraft für seine Sektion Schach eingesetzt hat, verloren“.
Werner Lange
Teilung der Sektion
Nach der Teilung 2004 wechselten viele Schachfreunde zum neu gegründeten Sektion Rotation Pankow. So besteht unsere Sektion noch aus 43 Mitgliedern.






